»Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.« Jesaja 66,13

Gedanken zur Jahreslosung 2016

»Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.« Jesaja 66,13 (L)

Wie schön ist es, wenn ein Kind mit seinen Sorgen, Ängsten und Tränen zu seiner Mutter gehen und erleben kann, wie die Trauer im Trost abnimmt und schwindet. Es ist so wertvoll zu erfahren: Hier ist jemand, der mich bedingungslos liebt, der meine Trauer ernst nimmt und mich versteht. Jemand, der dafür sorgt, das ich getröstet werde, denn wer kann sich besser um meine Trauer kümmern als meine Mutter, die mich so gut kennt.

»Wer sich viel sorgt, der wird auch viel geliebt, und wem viele Tränen zu trocknen sind, der erfährt die linde Hand Gottes vor anderen. Um sich von Gott trösten zu lassen wie einen eine Mutter tröstet, muss man eben ein Kind werden mit seiner Angst und Hilflosigkeit und seiner Furcht im Dunkeln. Und dieses Kind lebt auch im stärksten Manne. Wer es nie wagt „Abba, lieber Vater“ zu schreien, erfährt es nie, dass das Kind in ihm nach Erlösung ruft; und statt des königlichen Friedens der Gotteskinder bleibt er mit dem künstlichen Krampf seiner sogenannten Tapferkeit allein.« (Helmut Thielicke; Das Leben kann noch einmal beginnen)

Es gibt Sorgen und Ängste, die kann man nicht selbst besiegen. Die Sorgen wegen Fehlentscheidungen meines Lebens, die Sorgen vor Verlusten, die Sorgen um meine Gesundheit, um meine Familie, um meine persönliche Zukunft und die meines Umfeldes. Die Angst vor der Ungewissheit meines weiteren Lebens und erst meines Sterbens. Was kommt dann? Hier helfen kein Mut und keine Ignoranz, hier helfen keine Selbstbetäubung und kein „wird schon werden“, hier hilft nur einer, der trösten kann, weil er die Zukunft kennt. Hier hilft nur Jesus Christus, der Mensch wurde und als Mensch seine Sorgen mit Geschrei und Tränen vor Gott gebracht hat und dann von Gott, seinem Vater getröstet wurde. Er kennt deine Sorgen, er hat sie nicht nur erlebt, er hat sie mit aller deiner Schuld ans Kreuz getragen.

»Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.« Jesaja 53, 4-5

Wenn du weißt, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes deine Sünden getragen und vergeben hat, dann ist Gott dein Vater. Dann gehörst du zu der Familie, die immer Trost finden kann. Manche Sorgen werden verschwinden, manche auch nicht, aber die kannst du dann immer Gott überlassen. Er kümmert sich darum.

»Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.« 2. Korinther 1,3-4

Jesus hat wegen deinen Sorgen geweint! Deshalb kann er trösten, wie eine Mutter tröstet. Du kannst deine Sorgen, Ängste und Schmerzen so lange zu ihm bringen, bis der liebende Vater selbst in der Ewigkeit die letzten Tränen abwischt, die du je geweint haben wirst.

»Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Und GOTT, der Herr, wird die Tränen abwischen von allen Angesichtern und die Schmach seines Volkes hinweg nehmen von der ganzen Erde. Ja, der HERR hat es gesprochen.« Jesaja 25,8